KONZEPT
ANALYSE IM FUßBALL - UNSERE IDEE

“Analysieren” heißt für uns “denken”. Selbstständig denken. Aus diesem Grund stand für uns nie zur Debatte, Produkte der Konkurrenz zu kopieren, um diese nur in anderem Gewand zu präsentieren. Dieser Vorgang würde von fehlenden Ideen zeugen, aber auch unser Tun unglaublich beschränken. Im Endeffekt könnten wir unsere Partner – also Trainer, Analysten, sportlich Verantwortliche bei Vereinen – nicht richtig unterstützen.

Wir haben uns bewusst für einen komplett anderen Weg entschieden. Die ganze Analyse-Abteilung von Die Ligen basiert auf einer durchdachten, komplexen Strategie, die von erarbeitetem Fußballverständnis und jahrelang gesammelten Erfahrungswerten abgeleitet wurde. Als Folge dieser Entwicklung sind auch unsere Leistungen, Analyse-Produkte und Veranstaltungen an das konzeptionelle Grundgerüst gekoppelt – genannt Analyse-System. Wir entwickeln in unseren Büros selbst jedes Analyse-Paket, jedes Trainer/Analysten-Tool und bauen ein aufeinander abgestimmtes System auf.

Wir verstehen den Fußball als eine extrem mannschaftstaktische Sportart, bei der ein Spieler von der Leistung der ganzen Mannschaft abhängig ist. Wir gehen auch davon aus, dass jeder Trainer eine eigene Spielidee, Spielweise vorweisen kann und der Mannschaft ein ganz individuelles Spielsystem verpasst. Dieser Rückschluss lässt uns keine Informationen, Daten oder Auswertungen als allgemeine Wahrheit auf alle Mannschaften und Trainer übertragen. Sondern wir konzipieren Lösungen, die uns die Möglichkeit geben, jeden Trainerstab entsprechend zu unterstützen und – im Umkehrschluss – geben wir viele Freiheiten, um unsere Arbeit zu deuten.

Drei-Säulen-System

Das Konzept von Die Ligen Analyse ist einmalig, da es sich um drei Themenbereiche dreht, die miteinander verzahnt sind. Das “Drei-Säulen-System”.

Taktik-Feed

Es handelt sich um taktisch fokussierte Aufnahmen anhand präziser Vorgaben, die zum Ziel haben, immer die Grundordnung, Raumaufteilung, Laufwege, defensive/offensive Muster und Ballzirkulation unter die Lupe zu nehmen.

Alle Spiele werden von unseren Operators aufgenommen, die lang und intensiv auf die Aufgabe vorbereitet und ständig mit Feedbacks ausgestattet werden. Wir wollen die bestmögliche Qualität liefern, aber auch Einheitlichkeit der Aufnahmen gewährleisten.

Dadurch ermöglichen wir Trainern/Analysten, alle Spielsituationen – unabhängig vom Spielort – analytisch zu vergleichen.

ANALYSE-LEISTUNGEN

Eine gute Analyse braucht für die Umsetzung natürlich gute Aufnahmen. Diese garantieren wir mit dem TAKTIK-FEED. Dem ersten Schritt müssen aber auch weitere folgen, die eine professionelle Analysearbeit ausmachen:

Unser vielfältiges Portfolio, aufgebaut auf eigenem Fußballverständnis, deckt viele wichtige Bereiche in einer bisher nie dagewesenen Form ab. Alle Leistungen und Produkte entstammen einer für uns charakteristischen Methodik und werden mit hauseigenen Analyse-Vorgaben durchgeführt – dazu zählt vor allem das Tagging-System.

Die analytischen Richtlinien und Regeln werden von ausgebildeten Analysten umgesetzt und zusätzlich einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Unsere Veranstaltungen wie Seminare und Schulungen haben den gleichen meritorischen Hintergrund, was unser Angebot noch komplementärer macht.

ANALYTISCHE BERATUNG

Als dritter Teil kommt unsere Beratungstätigkeit zum Einsatz. Wir stehen im regen Austausch mit einer Vielzahl an Vereinen – also mit Sportlichen Leitern, Jugendleitern, Trainern, Analysten, Torwarttrainern – in Deutschland, Frankreich, Spanien und Österreich.

Dabei führen wir unsere Partner in die Analysewelt ein, erläutern unsere Leistungen bis ins letzte Detail, helfen bei der Implementierung von unseren Produkten in den Alltag, erklären Interpretationsmöglichkeiten von allen Analyse-Produkten in Bezug auf die eigene Mannschaft oder die Gegneranalyse und geben präzise Einblicke in die Analyse-Software LongoMatch.

Analyse-System

Wir haben einen geschlossenen Komplex geschaffen, namens Analyse-System, das als Alleinstellungsmerkmal gilt und eine hohe Qualität sichert. Der Ausgangspunkt ist immer unser Fußballverständnis, das sich in jeder Hinsicht auf die ausgearbeiteten Produkte/Leistungen und Analyse-Methodik auswirkt.

Fußballverständnis

Produkte / Leistungen

Analyse-Methodik

Alleinstellungsmerkmal

Qualität

Was verbirgt sich hinter dem Begriff “Fußballverständnis”? Es handelt sich um:

  • die Tatsache, wie wir den Fußball verstehen und wie wir die Relation zwischen dem Mannschaftstaktischen und dem Spielerverhalten sehen.
  • die Auswahl der für uns wichtigsten Aspekte des Fußballs. Wir setzen voll auf Strategie, Taktik und Spielorganisation.
  • die Art und Weise, wie wir taktische Belange interpretieren.
  • unsere Unterscheidung zwischen den Spielsituationen und Kategorien der Spielsituationen.
  • das Betrachten des Fußballspiels als komplexe und kontextuelle Verflechtung von unzähligen mannschaftstaktischen Informationen.
  • den Einfluss von Taktik auf andere Elemente: individuelle Fähigkeiten, Fitnesszustand und Psyche der Spieler.
  • die Deutung von taktischen Abhängigkeiten auf dem Spielfeld.
  • die Einbindung der Analyse in die Kommunikation mit dem Trainerstab, Team, in die Trainingsarbeit und Einfluss auf die Mannschaftsentwicklung.

Analyse-Methodik

Unser Fußballverständnis, geprägt von unzähligen meritorischen Puzzleteilen, war nicht nur der entscheidende Faktor beim Ausarbeiten von Produkten, sondern hat auch die Gesamtheit der Analyse-Methodik determiniert. Wir distanzieren uns vom zufälligen, zeitbedingten und automatisierten Markieren der Spielszenen, verzichten bewusst auf allgemeine Kategorisierung der Spielsituationen, verstehen kontextlose Datenauswertungen genauso wenig wie individuelle Spielerdaten ohne des mannschaftstaktischen Konstrukts. Wir sehen den Fußball anders.

KOMPLEXE TAKTISCHE ZUSAMMENHÄNGE

Wir verstehen den Fußball als ein komplexes Gefüge, in dem jede Aktion, jede Handlung und jede Entscheidung von sehr vielen Faktoren beeinflusst wird. Beim analytischen Betrachten der Bilder und im Prozess der Datenauswertung kann man sich nicht auf eine separierte Spielsituation konzentrieren.

Man soll viele Begleitumstände berücksichtigen: Art der taktischen Situation, Ort vom Aktionsbeginn und vom Ende, Verhalten des Gegners und eigene Lösungen, Art der Spielzüge und erste Momente nach der Balleroberung, verschiedene Phasen des Defensiv- oder Offensivverhaltens, Aktionslänge, Spieltempo, aufeinanderfolgende Spielphasen, Belastungsstruktur, psychische Belastung, unterschiedliche Muster…

RELATION ZWISCHEN BEIDEN SPIELPHASEN

Ein Fußballspiel besteht aus unglaublich vielen Aktionen, die ständig kontextuell miteinander verbunden sind. Konkrete taktische Verhaltensweisen und Handlungen innerhalb einer Spielphase (zum Beispiel “defensiv”) besitzen einen großen Einfluss auf die Umsetzung des Spielsystems in der darauffolgenden Spielphase (in dem Fall “offensiv”).

Die gegenseitige Einwirkung wird bei uns großgeschrieben. Aus diesem Grund behandeln wir die beiden Spielphasen sorgfältig, trennen zusammengehörende Spielsituationen nicht künstlich, sondern präsentieren den aufeinanderfolgenden, dynamischen Spielverlauf in einer Szene.

BESSERES VERSTÄNDNIS

Das Tagging-Modell und daraus resultierende Spielszenen dienen einem besseren Verständnis von Spielsituationen und taktischen Kontexten und lassen eine detailliertere, aber gleichzeitig fundierte Analyse zu.

Unsere Idee hilft nicht nur Trainern, einen besseren Überblick zu behalten und die Gegebenheiten breiter zu verstehen, sondern stellen eine enorme Unterstützung bei Teambesprechungen dar, um komplizierte Abhängigkeiten auf dem Spielfeld in einer zugänglichen Form zu präsentieren. Dadurch leistet ein Trainerstab praktische Vorarbeit für die nächsten Schritten der Mannschaftsentwicklung.

Das richtige Verständnis für taktische Komplexe schaffen wir auch durch passende Unterkategorien und analytische Auswertungen.

FITNESS

In diesem Zusammenhang denken wir an den Fitnesszustand der Mannschaft und einzelner Spieler innerhalb einer kontextuellen Aktionsstruktur.

Die Wechselwirkung vom taktischen und physischen Bereich erzeugt einen enormen Einfluss auf die Leistung – diese verdeckten Informationen sind nur beim Betrachten der konzeptionell richtig vorbereiteten Spielszenen vollständig nachzuvollziehen. Stichwort “Kontext” spielt natürlich auch hier einer übergeordnete Rolle.

BELASTUNGSSTRUKTUR

Hierbei handelt es sich um eine ganzheitliche Belastungsstruktur innerhalb eines Spiels.

Anhand unseres Tagging-Systems erhält jeder Trainer, Fitness-Coach oder Analyst die Möglichkeit, eigene Vorstellungen mit den Geschehnissen zu vergleichen und eventuelle Bestätigung oder Unterschiede auch den Spielern vor Augen zu führen. Taktische Zusammenhänge und gegenseitiger Einfluss von beiden Spielphasen legen die “Fitnesscharakteristik” einer Mannschaft offen.

Unsere Analyse-Methodik beinhaltet noch zwei weitere wichtige Elemente, die miteinander verzahnt sind.

Manuelle Arbeit

Die manuelle Arbeit bezieht sich auf alle Tagging-Produkte im Bereich “mannschaftstaktische Analyse” und “mannschaftstaktische Spieleranalyse”. Die Ligen verwendet keine Algorithmen, die automatisch mit Vor- und Nachlaufzeit gesteuert werden und niemals eine Spielsituation in jeder taktischen Hinsicht durchleuchten können.

Das Erkennen von taktischen Kategorien und die Entscheidung über Bewertung einer Spielsituation überlassen wir lieber den fachlich vorbereiteten Menschen. Denn jede Situation im Fußball ist anders und man kann nicht alles vorprogrammieren.

Aus dem Grund wird jede Spielszene von einem Analysten bearbeitet. Mitarbeiter in unserem Analyse-Team unterliegen einem langen Vorbereitungsverfahren. Dadurch erhalten sie eine maßgeschneiderte Ausbildung und durch stetige Fortbildungsmaßnahmen wird nicht nur eine sehr hohe Qualität gesichert, sondern auch ein einheitliches Bearbeitungsmuster übernommen und beibehalten, was für die analytische Betrachtung von großer Relevanz ist.

In der praktischen Umsetzung finden alle Prinzipien und Konzept-Bereiche folgende Verwendung:

KATEGORISIERUNG

Dieser Punkt steht für die Zuordnung von Spielsituation zu einer taktischen Kategorie. Diese Entscheidung ist nicht immer leicht. Ein ABSTOSS muss nicht zwangsläufig ein SPIELAUFBAU sein.

Haben wir nach der Balleroberung mit einem KONTER oder SPIELAUFBAU unter DRUCK zu tun? Ist es gerade ein FREISTOSS als Kategorie oder ein SPIELAUFBAU, der vom Freistoß ausgeführt wurde?

Mit diesen und vielen anderen Fragen setzt sich ein Analyst auseinander. Um es richtig und spieleübergreifend einheitlich zu entscheiden braucht man zwei Faktoren – einen guten Plan (Tagging-System) und Wissen (Ausbildung).

MARKIERUNG

Eine Spielszene richtig zu markieren, also die Länge präzise zu definieren, gehört zur anspruchsvollen Aufgabe eines Analysten.

Diese Spielszene soll den ganzen Kontext der Spielsituation detailliert abbilden, komplexe taktische Zusammenhänge im Spiel von beiden Mannschaften darstellen und einen klaren dualen Einfluss von beiden Spielphasen (defensive/offensive) im untersuchten Spielausschnitt erklären. Dazu kommt die Diagnose – ist es eine separate Spielsituation oder soll die Spielszene eine Mehrfachaktion beinhalten?

Wenn wir die zweite Option wählen, in welchem Moment soll diese Szene beendet werden? Lassen wir den Ball im Rahmen des Spielfeldes beim Abbruch oder setzen wir diese Aktion bei Markierung fort?

Man soll sich auch dessen bewusst werden, dass es bei der Spielszenenlänge auf 2-3 Sekunden ankommt, die wichtige taktische Informationen bringen können.

BEWERTUNG

Jede Kategorie ist um gewisse – abhängig von Detailtiefe – Unterkategorien erweitert. Ein Analyst bewertet also konkrete Spielsituationen, indem er passende Aktionsbeschreibungen jedem Themenbereich zuweist.

Durch diesen Prozess erreichen wir ein sehr detailliertes Bild von jeder Spielsituation, bekommen aber auch viele Informationen zur Spielweise, Spielidee, zu taktischen Lösungen unter ausgewählten Bedingungen, zum Spielsystem und möglichem Erfolg einer Aktion.

Dieses Wissen lässt Trainer/Analysten auch nach konkreten analytischen Konstellationen suchen, Spielsituationen nach eigenen Vorstellungen filtern und dient uns zur Ableitung von praxisbezogenen, mannschaftstaktischorientierten Auswertungen. Die genannten Werkzeuge ermöglichen sowohl die Eigen-, als auch die Gegneranalyse.

Tagging-System

Wir unterscheiden heutzutage im Bereich “Tagging” vor allem zwei Methoden.

Die beiden Methoden – breit genutzte “separate” und die von uns praktizierte “kontextuelle” – unterscheiden sich in vielen Elementen. Wir wollen als Beleg zwei Spielszenen präsentieren, die – theoretisch – die gleiche Spielsituation zeigen.

Die separate Methode “übersieht” viele Aspekte und liefert nur einen Bruchteil der Analyse-Daten, führt eigentlich ins Chaos. Die zweite Spielszene wird kontextuell bearbeitet und erklärt den taktischen Sachverhalt weit besser.

Separate Methode

Kontextuelle Methode

Ein algorithmusgesteuertes Markieren der Spielszenen, basierend auf Vor- und Nachlaufzeit, ist für eine professionelle, kontextbezogene Analyse vernichtend. Somit setzen wir im Bereich Szenen-Tagging (Kategorisierung, Markierung, Bewertung) – sowohl bei der mannschaftstaktischen Analyse, wie auch bei der mannschaftstaktischen Spieleranalyse – hundertprozentig auf die Arbeit von ausgebildeten Analysten. Das analytische Tun ist strikt an das detailliert ausgearbeitete Tagging-System gekoppelt, bei dem für jede taktische Kategorie und die dazugehörige Spielsituation strukturelle Verlaufsoptionen ausformuliert und entsprechende Lösungen fürs Tagging definiert werden. Der “Szenenverlauf” besteht aus drei Elementen:

Einführung
kategorisierte Spielsituation
Folge

Unser Tagging-System ist nicht einfach zu beherrschen, weil es viele Facetten beinhaltet und jedes Detail vorgibt. Diese Tatsachen haben auch unseren Ausbildungsprozess für Analysten geprägt. Wir nehmen uns viel Zeit und bereiten die neuen Kollegen akribisch vor. Aber auch die erfahreneren Kollegen werden auf Schritt und Tritt begleitet, um eine hohe Qualität zu sichern und eine “einheitliche analytische Brille aufzusetzen”.

Unsere Präzision bedeutet nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern stellt für uns vor allem eine große Verpflichtung dar. Wir stellen euch den gesamten Tagging-Prozess im mannschaftstaktischen Bereich vor.
Bei dem Beispiel handelt es sich nur um eine einzige Spielszene. Schon dadurch kann man direkt erkennen, wie viel Arbeitsinvestment in nur einem Spiel steckt.

TAKTISCHE KATEGORIE

Als erste Handlung wird immer eine taktische Kategorie der Spielszene zugewiesen. Der Analyst wählt zum Beispiel SPIELAUFBAU oder KONTER. ECKE oder FREISTOSS oder vielleicht DEFENSIVVERHALTEN

ANFANG DER SZENE

Viele Szenen beginnen vom Abstoß, Freistoß, Einwurf oder Ecke, viele aber werden gestartet, wenn der Ball sich auf dem Rasen befindet. Im laufenden Spiel. In beiden Fällen – obwohl der erste Eindruck vielleicht täuscht – ist bei der Benennung vom Startpunkt eine komplexe Bestandsaufnahme erforderlich. Wählt man unpräzise einen zu frühen Zeitpunkt, kann man den Betrachter ins Chaos führen. Wird der Start zu spät markiert, läuft man die Gefahr, wichtige taktische Daten unberücksichtigt zu lassen und somit auch Erkenntnisse unabsichtlich zu manipulieren.

UNTERKATEGORIEN

Im Laufe einer Szene werden – ausgehend vom Analyse-Paket – konkrete Themenbereiche bewertet und anhand dieser Bewertungen auch entsprechende Unterkategorien ausgewählt. Dadurch wird am Ende diese Spielsituation ausführlich charakterisiert und für die weiteren mannschaftstaktischen Auswertungen vorbereitet.

SPIELSZENEN-LÄNGE

Dauer einer Spielszene darf man nicht mit der kategorisierten, also gerade zu markierenden, Spielsituation verwechseln. Um komplexe taktische Zusammenhänge zu präsentieren und den gegenseitigen Einfluss von beiden Spielphasen (defensiv/offensiv) abzubilden, fängt (zum Beispiel) die Spielszene “SPIELAUFBAU” nie im Moment des richtigen Spielaufbaubeginns an und endet auch nicht direkt nach dem Ballverlust. Wie lange die beiden Zugaben laufen, hängt vom taktischen Kontext ab. Und den bestimmt unser Analyse-System.

ENDE DER SZENE

Als strukturelles Pendant zum Begriff “Anfang der Szene” handelt es sich um eine sekundengenaue Markierung des Endpunktes einer Spielszene. Ein zu früher Abbruch lässt taktische Fragen offen und erweckt den Wunsch nach der Fortsetzung.

Im Gegensatz dazu kann bei einer zu lang geführten Szene schon der nächste kontextuelle Sachverhalt zum Tragen kommen und dann wäre ein Szene-Stopp ein fataler Fehler, der nicht nur chaotische Verhältnisse bei der Analyse schafft, sondern auch die taktische Struktur beeinträchtigt.

GRAFIK / KOMMENTAR

Bei einigen Produkten und Paketen werden zusätzlich taktische Informationen als grafische Darstellung markiert, archiviert und ausgewertet. So können unter anderem Zonen und Sektoren präsentiert werden, wo Ballgewinne/Ballverluste stattgefunden haben im Hinblick auf vordefinierte Bedingungen. Darüber hinaus werden auch passende Kommentare eingegeben, die auf gewisse taktische Auffälligkeiten aufmerksam machen.

ÜBERSCHNEIDUNGEN

Jeder Analyst überprüft sogenannte Überschneidungen. War es eine separate Spielsituation oder eine Mehrfachaktion? Falls die Aktion als separat anzusehen ist, sollte sie vielleicht dupliziert werden?

Zum Beispiel, wenn aus einer ECKE auch eine CHANCE oder ein TOR resultiert. Dann haben wir zwar einen gemeinsamen Kern, aber die Spielszenenlänge soll entsprechend dem Sinn angepasst werden. Eine Überschneidung ist auch in Mehrfachaktionen zu finden. Nehmen wir an – im Anschluss an den Ballverlust infolge des Spielaufbaus von Mannschaft A, wird ein Konter der Mannschaft B registriert.

Und dazu erobert vielleicht die Mannschaft A den Ball zurück, um später zu kontern. Schon in dieser Spielszene haben wir einige strukturelle Überschneidungen im Bereich “taktische Kategorie”, was natürlich zur individuellen Findung der Szenenlänge und Bewertung führt.

© Copyright 2018 Die Ligen GmbH